August 29

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Ferienhaus-Vermietertipp #1

Dieses Haus kennt seine Gäste –
und vermarktet sich damit fast von selbst.

Ferienhäuser gibt’s wie Sand am Meer. Ebendort, am Meer. Aber auch in den Bergen. An Seen. In Städten. Und in anderen beliebten oder weniger beliebten Ferienregionen. Um mit deiner Ferienimmobilie herauszustechen, brauchst du eine gut durchdachte, differenzierende Strategie.

Doch wo anfangen?

Wir gehen davon aus, dass du bereits ein Ferienhaus besitzt. An den groben Rahmenbedingungen – Lage, Größe, Art des Hauses usw. – können und wollen wir nichts ändern. Wir machen uns auf die Suche nach Stellschrauben, die dafür sorgen, dass deine Ferienimmobilie die Eine und nicht eine unter Tausenden ist.

Stellschraube 1: Lerne deine Zielgruppe kennen.

Wir werden dein Haus also nicht komplett auf den Kopf stellen, damit es zu irgendwelchen Menschen passt. Wir suchen ganz einfach nach den Menschen, die genau in dein Ferienhaus passen. Das wäre dann deine Zielgruppe. Und die müssen wir kennenlernen, um sie mit dem passenden Angebot zu erreichen.

Wir stellen uns vor, dein Ferienhaus liegt in einer ruhigen Gegend, ländlich, landschaftlich anspruchsvoll, beliebt bei Wanderern, Mountainbikern und naturverbundenen Menschen. Es gibt einen schönen See mit großer Insel, die über 300 Vogelarten, darunter seltene Wasser- und Watvögel, beherbergt. Ein Traum für ornithologisch interessierte Menschen. Zu guter Letzt: wo es gute Luft, viel Platz und einen See in der Nähe gibt, sind Familien mit Kindern nicht weit. Der Familienhund ist auch dabei.

Stellschraube 2: Entscheide dich für eine Nische.

Unser Beispiel liefert dir drei unterschiedliche Zielgruppen, die in verschiedenen Nischen zuhause sind. Entscheide dich für eine – sie bildet die Basis für deine Positionierung.



Nische Nr. 3 ist mit Sicherheit die kleinste, aber auch die speziellste. Hier kannst du richtig konkret werden.

  1. 1
    Die Outdoor-Active-Nische für Wanderer, Mountainbiker und Kletterer.   
  2. 2
    Die Happy-Family-Nische für Familien mit Kindern (und einem Hund).
  3. 3
    Die Vogelbeobachter-Nische für Ornithologie- und Naturbegeisterte.



Stellschraube 3: Sorge für Begeisterung.

Sagen wir, du würdest dein Ferienhaus tatsächlich zum zukünftigen „Lieblings-Rastplatz“ für Vogelfreunde machen. Ob du in dem Fall eher eine Meise oder aber eine Spitzenidee hättest, wissen wir ohne Zielgruppen- und Standortanalyse auch nicht. In jedem Fall ist es ein gutes Beispiel um zu zeigen, wie du dein Angebot zielgruppengerecht zuspitzen kannst.

Die kleine Aufmerksamkeit:
Zur Begrüßung schickst du deinen Gästen einen Link zum Download einer Vogelbestimmungs-App und die besten Beobachtungs-Standorte via GoogleMaps.

Der Service:
Du stellst einen Ordner mit wichtigen Infos zum Hobby deiner Gäste bereit. Zum Beispiel „Wo finde ich welchen Vogel und wie komme ich da hin.“

Die Ausstattung:
Ein echter Vogelbeobachter hat teure Ferngläser und andere kostspielige Tools. Trotzdem wäre es nett, im Haus am Fenster zum Garten ein (normales) Fernglas bereitzustellen. An den Fenstern kleben Bilder plus Beschreibungen der Vögel, die sich normalerweise im Garten tummeln. Im Regal findet dein Gast einschlägige Literatur aus dem Bereich Vogelkunde. Und so weiter.

Der Garten im Sommer:
Wenn dein Garten geschickte Nistplätze bietet, hast du mit etwas Glück jedes Jahr mehrere Gelege. Per Nest-Cam überträgst du das Schlüpfen, Füttern, Flügge werden der kleinen Vögelchen auf einen Screen im Haus.

Der Garten im Winter:
Jetzt sollte es in deinem Garten vor Meisenknödeln, Vogelhäuschen und Co. nur so wimmeln. 

Das Interieur:
Jeweils eine Wand jedes Zimmers wird mit einer Tapete aufgepeppt. Dekor: Singvogel, Paradiesvogel, Schwimmvogel oder Greifvogel. Außerdem kannst du das Thema auf Bildern, Geschirr und Kissen aufgreifen. Aber nicht übertreiben.


Stellschraube 4: Verstellt sich von allein.
Dein Gast ist begeistert. Er hatte tatsächlich ein wenig das Gefühl, dass dein Haus nur für ihn gemacht sei. Und das, ohne dass es dich viel gekostet hat. Was nun passiert, liegt außerhalb deines Einflusses, ist aber sehr wahrscheinlich: Dein Gast wird ein zweites Mal buchen. Außerdem wird er dein Feriendomizil an seine Freunde weiterempfehlen. Wenn er digital bewandert ist, wird er dir eine sehr gute Bewertung hinterlassen und es auf eigene Initiative hin in sozialen Medien teilen. Vielleicht gibt es ja ein Portal für Vogelfreunde? Eine Weiterempfehlung deiner Gäste an ihre Bekannte ist das Beste, was dir passieren kann. Es ist die vertrauenswürdigste Form von Werbung.


Stellschraube 5: Sorge dafür, dass deine Zielgruppe von deinem Angebot erfährt.
Wo du nun deine Zielgruppe kennst, sorgst du als nächstes dafür, dass deine Zielgruppe auch dich kennenlernt. Doch das ist ein eigenes Thema. Mehr darüber erfährst du im nächsten fullybooked-Vermietertipp.


Tags

nische, strategie, zielgruppe


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